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Email des Künstlerbundes vom 1.12.09 an Zensurpirat

Sehr geehrte Damen und Herren,

zum Fall Erika Lust möchte ich mich bitte äußern: In Ihrer Fallbeschreibung werfen Sie dem Künstlerbund Dresden Obrigkeitshörigkeit vor und missinterpretieren den Appell an die Künstler.

Zu Erstem bitte ich, angehängte Pressemitteilung zu beachten. Zu Zweitem: Offenbar konnte der Abschnitt in unserem offenen Brief vom 30. Oktober so verstanden werden, als appellierten wir zu jenem Zeitpunkt an dieser Stelle an die Künstler, ihre Abbildungen zu überprüfen. Was gesagt werden sollte - und zum Glück scheint es (außer Frau Hinz von den Grünen und Sie), die breite Allgemeinheit richtig verstanden zu haben - dass wir schon immer i.S. der Kollegialität bitten und hoffen, dass unsere Plattformen, die unsererseits nicht überprüft werden, nicht zum Schaden des Verbandes benutzt werden.

Der Appell ist also kein spontanter, sondern ein allgemein bekannter, ohne, dass es je zuvor irgendein Problem damit oder mit der Kunstfreiheit gab.

Wie ich sehe, haben Sie das Schreiben von Herrn Hille an den Künstlerbund Dresden auf Ihrer Homepage veröffentlicht. Vielleicht ist es für Sie interessant zu wissen, dass dem Vorstand des Künstlerbundes zu dem Zeitpunkt seiner Entscheidung, die Abbildung von der offene- ateliers-dresden-Homepage zu nehmen, dieses Schreiben nicht bekannt war.

Mit freundlichen Grüßen
Kristine Schmidt-Köpf
Geschäftsführerin Künstlerbund Dresden e.V.

Presseerklärung des Künstlerbundes vom 18.11.09

 

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